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Börsenkurse – Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe, Anleihen und Kryptowährungen

Rudolf T.

Wie entsteht ein Börsenkurs?

Der Börsenkurs für ein handelbares Objekt oder Wirtschaftsgut ergibt sich aus Angebot und Nachfrage. Der Börsenmakler als offizieller Vermittler von Effektgeschäften an der Börse errechnet nach Eingängen von Kauf- und Verkaufswünschen den größten Umsatz pro Stück, um viele der vorliegenden Orders zu erfüllen.

Es gibt Kassakurse und taxierte Kurse. Der Kassakurs oder Spotkurs ist der Preis eines Gutes am Kassamarkt. Am Kassamarkt oder Spotmarkt werden vorwiegend Devisen, Wertpapiere, Energie o. a. Werte wie Strom, Metalle oder Erdgas gehandelt, die auf standardisierte Verträge beruhen. Hierbei beruft man sich auf eine gegenseitige Erfüllungsfrist von zwei Börsentagen. Alles andere wird dem Terminmarkt zugerechnet. Am Terminmarkt treffen Angebot und Nachfrage von Termingeschäften über einen fest vereinbarten Zeitraum von wenigstens drei Handelstagen aufeinander. Handelsobjekte sind Devisen, Wertpapiere, Metalle oder Derivate. Dabei wird der Preis des Basiswertes, auf den sich der Handel bezieht, bei Vertragsabschluss für die gesamte Handelszeit unabhängig von der Preisentwicklung festgelegt. Besonders bei Devisen ist eine Preisdifferenz von Kassakurs zu Terminkurs festzustellen, weil Zinsdifferenzen bestehen und die Erwartungen der Marktteilnehmer eingepreist werden. Die Preisbildung an den Terminmärkten ist verbunden mit der Preisbildung der Kassamärkte.

Eine Preisbildung bei Termingeschäften erfolgt nach folgenden Unterscheidungsmerkmalen:

  • Termingeschäfte auf Finanzwerte, die keine Erträge erbringen wie z. B. dividendenfreie Aktien
  • Termingeschäfte auf Finanzwerte, die stetige Erträge erwirtschaften wie Rentenpapiere oder Devisen
  • Termingeschäfte auf Aktien mit Dividendenzahlung
  • Termingeschäfte auf reale Güter wie Rohstoffe oder Handelswaren

Der faire Terminpreis ergibt sich aus Kassakurs + Haltekosten (Refinanzierung, Lagerkosten) – Halteerträge (Zinsen). Dabei kann folgendes zusammenhängend entnommen werden:

  • Mit Ansteigen des Kassakurses des Basiswertes steigt der faire Terminpreis.
  • Der faire Terminpreis ist größer als der Kassakurs, wenn die Haltekosten größer als die Halteerträge sind.
  • Der faire Terminpreis ist kleiner als der Kassakurs, wenn die Haltekosten kleiner als die Halteerträge sind.
  • Der Terminpreis steigt, wenn die Differenz aus Haltekosten und Halteerträgen größer wird.
  • Bei längeren Terminfristen steigt der faire Terminpreis, wenn die Differenz zwischen Haltekosten und Halteerträgen positiv ist. Im Gegensatz dazu sinkt der faire Terminpreis, wenn die Differenz negativ ist.

Anders als bei Kassageschäften, wo der Anleger sofort Barvermögen oder Kredit einsetzen muss, besteht das Risiko bei Termingeschäften im hinausgezögerten Erfüllungszeitpunkt auf der Basis von Spekulation ohne Einsatz von Barvermögen.

Der ermittelte Kurs befindet sich immer zwischen Geldkurs und Briefkurs. Der Geldkurs ist die Untergrenze bzw. der maximale Preis für die Bereitschaft des Käufers, Wertpapiere zu kaufen. Der Briefkurs ist die Obergrenze oder der minimale Preis für die Bereitschaft des Käufers, Wertpapiere zu verkaufen. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs wird als Spread bezeichnet. Der Nennwert einer Aktie bezieht sich auf das eingetragene Kapital einer AG und von der Emission der Aktie. Neben Geld- und Briefkurs unterscheidet man noch den Eröffnungskurs als ersten Kurs des Handelstages und den Schlusskurs als letzten Kurs des Handelstages. Echte Börsenkurse Realtime sind die Kurse, die direkt an der Börse entstehen.

An welchen Börsen wird gehandelt?

Die Börse allgemein ist ein nach bestimmten Regeln organisierter Handelsmarkt. Der Börsenmakler gleicht mit der Festsetzung von Preisen Angebot und Nachfrage nach Handelsgeschäften aus. Börslicher Handel wird im Gegensatz zum außerbörslichen Handel durch staatliche Aufsichtsämter kontrolliert. Die beaufsichtigte Preisbildung der Börsenkurse Realtime steigert die Markttransparenz für Wertpapiere, die Effizienz und Marktliquidität, vermindert die Transaktionskosten und schützt vor Manipulationen. Der außerbörsliche Handel führt zwischen Marktteilnehmern Transaktionen durch, die nicht über die Börse laufen. In der Tabelle werden einige der bekanntesten Börsen von ca. 90 Börsen aufgelistet.

Börse Stadt Land Handelszeiten nach deutscher Zeit
  • New York Stock Exchange
  • New York Mercantile Exchange
  • NASDAQ
New York City USA 15:30 Uhr – 22 Uhr
  • London Stock Exchange
  • London Metal Exchange
London Großbritannien 10 – 18:30 Uhr
  • Tokyo Stock Exchange
Tokio Japan 1 – 3 Uhr
4:30 – 7 Uhr
  • Shanghai Stock Exchange
  • Shenzhen Stock Exchange
Shanghai

Shenzhen

China 3 – 5:30 Uhr

7:30 – 9 Uhr

  • Nyse Euronext
Amsterdam, Paris, Lissabon, Brüssel Niederlande, Frankreich, Portugal, Belgien 9 – 17:30 Uhr
  • Frankfurter Wertpapierbörse
Frankfurt am Main Deutschland 9 – 20:00 Uhr
  • Borsa Italiana
Mailand Italien 9 – 17:30 Uhr
  • Hongkong Stock Exchange
Hongkong Hongkong China 1 – 7 Uhr
  • Toronto Stock Exchange
Toronto Kanada 15:30 – 22 Uhr
  • SIX Swiss Exchange
Zürich Schweiz 9 – 17:30 Uhr
  • Australian Securities Exchange
Sydney Australien 2 – 8 Uhr
  • BM&F Bovespa
Sao Paulo Brasilien 14 – 22 Uhr

In Deutschland gibt es zu dem noch viele nationale Börsen. Hier seien die Börse Berlin, Börse Düsseldorf, Börse Hamburg, Börse Hannover, Börse München, Börse Stuttgart, Tradegate Exchange Berlin, European Energy Exchange Leipzig und die Eurex informativ erwähnt.

Was sind Broker?

Da der Handel direkt an der Börse nur Marktteilnehmern mit großem Handelsvolumen vorenthalten bleibt, verlagert sich der private Online-Handel auf die Dienstleistung eines Brokers, der auf Rechnung des Kunden für die Durchführung von Wertpapierordern von Kleinanlegern und Privatkunden zuständig ist. Aber auch die Banken oder Direktbanken bieten eine solche Vermittlung inzwischen selbst an. Zu den Aufgaben eines Brokers gehören:

  • den Zugang zu den Finanzmärkten ermöglichen
  • eine Handelsplattform zur Verfügung stellen
  • zusätzliche Services und Leistungen anzubieten
  • den Kunden bei Fragen zu unterstützen
  • Informationsmaterial zur Verfügung stellen
  • Kurse in Echtzeit zur Verfügung stellen

Broker können nach handelbaren Finanzprodukten und nach der Art der Orderausführung unterschieden und beurteilt werden. Danach werden Broker zum einen in:

  • Aktien- bzw. Wertpapierbroker (Online- oder Discount-Broker)
  • Forex-Broker
  • CFD-Broker
  • Binäre Optionen Broker
  • Allround-Broker

und zum anderen in:

  • Dealing-Desk-Broker
  • Market Maker
  • ECN-Broker
  • STP-Broker
  • Introducing-Broker unterteilt.

Beim Dealing-Desk-Broker läuft jede Order des Kunden über den Handelstisch des Brokers und wird erst dann an die Börse weitergeleitet oder über ein OTC-Geschäft durchgeführt. Der Market Maker stellt innerhalb seines eigenen Systems seine eigenen Kurse auf. Das heißt aber auch, dass der Trader nicht unbedingt die besten Kurse gegenüber den Börsenkursen Realtime zur Verfügung gestellt bekommt. Der Vorteil des ECN Brokers liegt in der direkten Weiterleitung ohne Zwischenschaltung eines Handelstisches der Order zum Interbankenhandel. Der STP Broker leitet die Order direkt an einen Börsenhändler weiter. Ein Introducing-Broker besitzt selbst einen eigenen Börsenhändler, der für seine Tätigkeit an der Börse eine Provision erhält. Ein Allround-Broker, der fast alle Instrumente anbietet und noch dazu ein No Dealing-Desk-Broker wie ECN oder STP ist, wird von vielen Tradern für das erfolgreiche Trading bevorzugt. Gewinne erwirtschaften die Broker aus den Trading- oder Depot-Gebühren, Spreads und aus den Finanzierungskosten. Auf Grund der Vielzahl der Broker, die sich auf dem internationalen Finanzmarkt tummeln, sollte der Trader beim Brokervergleich auf folgende Punkte achten:

  • Art und Schnelligkeit der Orderausführung
  • Gebühren und sonstige Kosten
  • Handelsplattform
  • Konditionen
  • Kundenservice
  • sonstige Leistungen

Welcher Unterschied besteht zwischen Börsenkursen Realtime zu denen Neartime?

Realtimekurse sind, wie bereits weiter oben erwähnt, Börsenkurse in Echtzeit. Bis auf übertragungsbedingte minimale Zeitverzögerungen können die Börsenkurse Realtime, die an der Börse echt entstehen, sofort abgelesen werden. Nahzeit- oder Neartimekurse werden Zeit verzögert geliefert, größtenteils handelt es sich um eine Zeitverzögerung zu den Börsenkursen Realtime um zirka 15 Minuten. Börsenkurse in Echtzeit werden ständig aktualisiert, was bei Neartimkursen nur in gewissen Zeitabständen erfolgt. Die Neartimekurse sind kostenlos, sind aber durchaus zum Trading auf einem Demokonto praktikabel. Bislang waren die Kurse in Echtzeit kostenpflichtig. Beim Trading ist man natürlich auf die Börsenkurse Realtime angewiesen, sonst macht das Trading keinen Sinn. Viele Broker bieten aber inzwischen Realtimkurse kostenlos an, wenn man ein Konto bei ihnen eröffnet.

Welche Börsenkurse Realtime stehen an den Börsen zur Verfügung?

Zunächst einmal seien Indices, Forex, Aktien, Optionen, Derivate, ETFs, CDFs, Rohstoffe, Öl, Gas, Energie und Futures allgemein genannt, die als handelbare Instrumente zur Verfügung stehen. Speziell bei den Indices kann man auf DAX, TecDAX, MDAX, SDAX, Euro Stoxx, Dow Jones, S&P 500, Nasdaq-100, Nikkei oder Hang Seng als die bekanntesten zurückgreifen.

Der DAX oder genauer DAX 30 ist der deutsche Leitindex, Deutscher Aktienindex, der die Entwicklung der 30 umsatzstärksten deutschen Unternehmen bezogen auf Marktkapitalisierung, Orderbuchumsatz und Streubesitz widerspiegelt. Im TecDAX sind die 30 bis 35 größten und umsatzstärksten deutschen Technologieunternehmen zusammengefasst. Der MDAX spiegelt die Aktienentwicklung mittelgroßer oder in Deutschland tätiger Unternehmen wider. Hier können nur Unternehmen aufgenommen werden, die zu den 60 größten hinzugerechnet werden können. Als Auswahlindex nach den 60 größten folgen die nächsten 50 kleineren Unternehmen, die dann im SDAX zusammengefasst sind. Der Euro Stoxx, oder genauer Euro Stoxx 50, ist der Aktienindex der 50 größten börsennotierten Unternehmen aus der Eurozone. Für viele Indices stehen sowohl ein Kursindex als auch ein Performanceindex zur Verfügung. Unter dem Euro Stoxx 50 versteht man zu allererst den Kursindex. Der Dow-Jones-Index zeigt die Entwicklung des amerikanischen Aktienmarktes auf und besteht aus den 30 größten US-Unternehmen. Zu den meist beachteten US-Indices zählt der S&P 500, der die Aktienentwicklung der 500 größten börsennotierten Unternehmen nach Marktkapitalisierung aufzeigt. Beim Nassaq-100-Index handelt es sich um die Listung der 100 größten Nicht-Finanzunternehmen mit der höchsten Marktkapitalisierung. Der Nikkei-Index, genauer Nikkei 225 als preisgewichteter Kursindex, ist als japanischer Index der bedeutendste Asiens und wird einmal jährlich angepasst. Der Leitindex wird an der Tokioter Börse alle 15 Sekunden aktualisiert. Der Hang-Seng-Index als führender Index aus Hongkong (China) repräsentiert 45 Unternehmen, die 70 % der Marktkapitalisierung an der Hong Kong Stock Exchange ausmachen. Hier sind nur die weltweit bekanntesten Indices genannt worden.

Im WWW findet man bei Wikipedia alle Aktienindices, die an den Börsen zur Verfügung stehen, die selbst als Index oder, nach Auflistung aller Aktien, die jeweils zugehörenden Unternehmen als Aktie, CFD, Option etc. gehandelt werden können. Abhängig von der Börse ist natürlich auch das Angebot des jeweiligen Brokers, das der interessierte Trader vor Eröffnung eines Trading Kontos abchecken sollte, um aus dem Angebot das gewünschte Handelsinstrument auch traden zu können. Dasselbe gilt für Rohstoffe, Commodities, Öl, Gas oder Energie.

Forex-KurseEin spezieller Handelsmarkt ist der Devisenhandel (Währungsmarkt, Forex). Hier treffen Devisenangebot und Nachfrage aufeinander. Der Devisenhandel lässt sich nicht lokalisieren und findet direkt zwischen den Marktteilnehmern statt. Allerdings gibt es in Deutschland seit 1998 mit der Einführung des Euro dafür keine Devisenbörsen mehr. Seither werden so genannte Referenzwerte, bei denen 17 Institute ihre Wechselkurse festlegen, als Tageskurs ab 13 Uhr bei Reuters veröffentlicht. Der Devisenmarkt zählt zu den größten Finanzmärkten weltweit. Der Forex-Handel steht von Sonntag 23 Uhr bis Freitag 23 Uhr MEZ 24 h am Tag zum Trading zur Verfügung. Das Wechselkurssystem ist Gegenstand einer Währungsordnung eines jeden Landes. Der Wechselkurs ist die Tauschrelation zweier Währungen. Der Devisenmarkt bringt die Kaufkraft einer Inlandwährung gegenüber einer Auslandwährung zum Ausdruck. Durch private Marktakteure, durch Erhöhung eines Leitzinses, verstärkte Investitionsinteressen oder durch Devisenmarktinterventionen der Zentralbank können Wechselkursänderungen ausgelöst werden. Auch beim Forexmarkt gibt es Kassa- und Termingeschäfte. Swapgeschäfte sind hier eine Kombination von Kassa- und Termingeschäft. Devisenoptionen sind Vereinbarungen der Händler auf einen bestimmten Kurs zu einem feststehenden Zeitpunkt. 30 % der Trades werden tagsüber an der Börse London platziert. Die Börse in New York bestimmt mit 20 % immer noch Platz 2. In der Nacht steht dann der Forexhandel Asien in Singapur, Hongkong und Tokio zur Verfügung. Gehandelt werden Währungen der größten Wirtschaftsräume (US-Dollar, Euro, Japanischer Yen), Währungen von Ländern mit starken Finanzplätzen (Britisches Pfund, Schweizer Franken) und Währungen von rohstoffreichen Ländern (Kanadischer Dollar, Australischer Dollar). Die wichtigsten Währungspaare werden als Majors bezeichnet. Hierbei handelt es sich um folgende mit ihren speziellen Namen:

  1. Euro gegen US-Dollar, EUR/USD, Name: Euro
  2. Britisches Pfund gegen US-Dollar, GBR/USD, Name: Cable
  3. Australischer Dollar gegen US-Dollar, AUD/USD, Name: Aussie
  4. US-Dollar gegen Kanadischen Dollar, USD/CAD, Name: Loonie
  5. US-Dollar gegen Schweizer Franken, USD/CHF, Name: Swissy
  6. Neuseeländischer Dollar gegen US-Dollar, NZD/USD, Name: Kiwi

Diese Majors machen weltweit 66 % der Devisenumsätze aus, wobei von allen 6 der Euro das höchste Potenzial aufweist und mit 28 % am meisten gehandelt wird. Die Minors, die in der Handelsaktivität deutlich gegenüber den Majors zurückliegen, sind:

  1. BRL Brasilianischer Real
  2. INR Indische Rupie
  3. RUB Russischer Rubel
  4. DKK Dänische Krone
  5. HKD Hongkong Dollar
  6. SEK Schwedische Krone
  7. KRW Südkoreanischer Won
  8. SGD Singapur Dollar
  9. NOK Norwegische Krone u. sonstige.

Der Devisenmarkt ist der meist gehandelte und volatilste Finanzmarkt, da durch Kauf und Verkauf im Wirtschaftsbereich zwischen Marktteilnehmern eine kontinuierliche Bewegung stattfindet.

Futures und Optionen werden an Terminbörsen abgewickelt. Die nach Handelsvolumen größten Derivatebörsen weltweit sind:

  1. CME Gruppe mit 3,28 MRD. EUR pro Jahr
  2. Eurex (mit ISE) mit 3,17. Mrd. ||
  3. Korea Exchange mit 2,87 Mrd. ||
  4. NYSE Euronext mit 1,68 Mrd. ||
  5. CBOE (mit CFE) mit 1,19 Mrd. ||

Die handelsstärksten Future-Kontrakte an der Chicago Mercantile Exchange (CME) sind der Eurodollar, S&P 500, und Währungsfutures (Euro, Yen, Schweizer Franken, Pfund-Sterling), an der Eurex sind es Futures und Optionen auf Aktien, Aktienindices und Anleihen und an der EEX Strom, CO2-Emission, Kohle und Gas, um nur einige zu nennen.

Man sollte beim Handeln der Futures im Auge behalten, dass die Future Realtime Kurse mit denen der normalen Börsenkurse Realtime nicht übereinstimmen. Sie weisen mitunter eine Differenz auf, die umso größer ist, je weiter der Verfallstermin in der Zukunft liegt und je höher das Zinsniveau des Geldmarktes bis zum Verfallstag verläuft. Der Futurepreis ergibt sich aus dem Kassapreis zuzüglich der Refinanzierungskosten bis zum Verfallstag des Futures. Am Verfallstermin selbst sind dann die Differenzen ausgeglichen und es besteht Wertegleichheit.

Darstellung der Kurse mittels Charts

Zum Zwecke einer Kursübersicht und zur technischen Analyse stellt man die Kurse in einem Diagramm, dem Chart, dar, der einer mathematischen Kurve ähnelt. Die Auswertung dieser Darstellung versucht, aus der Kurs- und Umsatzhistorie eines Basiswertes, d. h. aus einer Kursentwicklung eines Marktinstrumentes, günstige Kauf- und Verkaufszeitpunkte zu ermitteln bzw. mit gewisser Wahrscheinlichkeit vorauszusagen. Dafür werden sowohl die fundamentale als auch die technische Analyse eines Charts in verschiedenen Zeiteinheiten betrachtet und analysiert. Die fundamentale Analyse eines Basiswertes analysiert im Gegensatz zur technischen Analyse eines Charts die betriebswirtschaftlichen und ökonomischen Daten, die Fundamentaldaten genannt werden. Hier fließen die Bilanzanalyse und auf Aktien bezogene Kenngrößen wie Dividendenrendite und ein Kurs-Gewinn-Verhältnis ein.

Die wichtigsten beachteten Kennzahlen sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das Kurs-Umsatz-Verhältnis, das Kurs-Cashflow-Verhältnis, die Gesamtkapitalrendite und die Eigenkapitalquote, die bei dieser Analyse berechnet und bewertet werden. Die technische Analyse eines Basiswertes berücksichtigt die Kurshistorie und das Handelsvolumen. Dabei wird davon ausgegangen, dass beobachtete Ereignisse mit ähnlichen wahrscheinlichen Zukunftsverläufen immer wieder auftreten. Somit können bestimmte geometrische Muster bzw. statistische oder quantitative Indikatoren als Wegweiser verwendet werden.

Ein Chart ist also ein Diagramm, das den Kursverlauf eines Basiswertes aufzeigt, wobei bezogen auf unterschiedliche Zeitebenen auf der x-Achse die Zeit und auf der y-Achse der Preis abgetragen wird. Die Darstellung des Kursverlaufs von Charts können als Balken-Charts, Linien-Charts, Candlestick-Charts, Point- und Figure-Charts oder Vergleichscharts ausgewählt werden. Zwischen zwei aufeinander folgenden Zeitintervallen kann der Chart mitunter Kurssprünge verzeichnen, die als Lücken im Verlauf zu sehen sind und als Gap bezeichnet werden. Gewöhnliche Gaps sind kleiner und treten mitunter auch innerhalb einer Bewegung auf. So genannte Ausbruchsgap sind größere Lücken, die ein neues Hoch oder Tief kennzeichnen. Zur Ermittlung eines Trends werden Trendlinien oder Trendkanäle in die Charts eingezeichnet. Bei einer Trendumkehr treten häufiger Formationen im Chart wie Doppelhoch bzw. –tief, Dreifachhoch bzw. –tief, Untertasse, Schulter-Kopf-Schulter oder Dreieck auf. Rechtecke, Dreiecke, Keile, Flaggen oder Wimpel hingegen signalisieren oft eine Trendfortsetzung.

Preisbasierte technische Indikatoren wie MACD, Gleitender Durchschnitt, ADX, Momentum, RSI, Stochastik oder Williams bzw. volumenbasierte technische Indikatoren wie Put-Call-Ratio oder On-Balance-Volume werden zur alternativen Darstellung des Kursverlaufs ergänzt und liefern für das Trading gewünschte Voraussagen. Zur besseren Kursübersicht und als Trading Hilfsmittel werden Linien (Overlays) wie Bollinger Bänder, Ichimoku oder Donchian Channel über die Kurse gelegt, die mögliche Ausbrüche des Kurses signalisieren können. Als Gegenpol zu den trendfolgenden Indikatoren bestätigen Oszillatoren mögliche Wendepunkte im Kursverlauf.

Ein Trader braucht für ein Erfolg versprechendes Trading Börsenkurse in Echtzeit und einen Broker, der möglichst ohne Zwischenstopp die Order sofort direkt an die Börse weiterleitet.


Bildmaterial:  Pavel Ignatov/Shutterstock.com

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